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TUI Hapag-Lloyd bleibt Belastungsfaktor


22.12.2011
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von TUI (ISIN DE000TUAG000 / WKN TUAG00) von "halten" auf "verkaufen" herab.

Vor dem Hintergrund der Schwäche von Thomas Cook erscheine TUI Travel vergleichsweise gut mit dem schwierigen Marktumfeld zurecht zu kommen. Im Geschäftsjahr 2010/11 sei eine Steigerung des bereinigten EBITA auf 500,1 Mio. EUR erzielt worden (+3,2% yoy). Hierin seien Belastungen aus den Unruhen in Nordafrika von 74 Mio. EUR enthalten.

TUI stelle Kosteneinsparungen von 107 Mio. GBP über die nächsten drei Jahre in Aussicht. Demgegenüber würden 100 Mio. GBP Restrukturierungsaufwendungen anfallen (95 Mio. GBP davon 2011/12). Für 2011/12 werde ein leichter Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses in Aussicht gestellt (BHLe +5% auf 523 Mio. EUR).

Während TUI für die Sparte Hotels+Resorts ebenfalls einen leichten Anstieg des operativen Ergebnisses in Aussicht stelle (BHLe +2,5% auf 149 Mio. EUR), sei für Kreuzfahrten aufgrund von Vorlauf- und Finanzierungskosten für die Flottenerweiterungen mit einem rückläufigen operativen Ergebnis zu rechnen (BHLe -55% auf 5 Mio. EUR).

Im Hinblick auf Hapag-Lloyd würden die Analysten den Optimismus der TUI nicht teilen und mit einem negativen at-equity-Ergebnis von 64 Mio. EUR für 2011/12 rechnen. Die Frachtraten würden nach dem Ende des letzten Berichtszeitraums nach unten zeigen (Shanghai Containerised Freight-Index -11,4% seit 30.09.2011) und die Angebot-Nachfrage-Relationen würden sich nach Einschätzung der Analysten weiter verschlechtern (aktuell laut Clarkson +8,2%-Containervolumina bei +7,9%-Kapazität).


Im Segment der großen Containerschiffe mehr als 8.000 TEU werde ein Kapazitätszulauf von nahezu 1 Mio. TEU für 2012 erwartet (bei einer Flotte von 3,8 Mio. TEU Anfang 2012). Es sei derzeit nicht erkennbar, dass der massive Verdrängungswettbewerb der großen Liniengesellschaften nachlasse.

Auf der Analystenkonferenz zum letzten Geschäftsjahr habe das Management betont, dass der Veräußerungsprozess für Hapag-Lloyd konsequent entsprechend der Put-Option verfolgt werde. Im ersten Schritt hätten TUI und das Albert Ballin-Konsortium 30 Tage Zeit, um Verhandlungen über die Transaktion zu führen. Unabhängig vom weiteren Verlauf sei der früheste Zahlungsfluss zum 31.12.2012 zu erwarten.

Der Verkaufsprozess für Hapag-Lloyd sei zwar angestoßen worden, sei aber aus Sicht der Analysten mittelfristig kein Trigger für die Aktie. Der 38,4%-Anteil der TUI sollte aktuell nur mit einem Discount veräußerbar sein. Im März 2011 sei mit dem Albert-Ballin-Konsortium ein Kaufpreis von 315 Mio. EUR vereinbart worden. Hochgerechnet auf 33,3%, die aktuell dem Konsortium angedient würden, würden die Analysten bei einem Discount von 20% auf einen Veräußerungserlös von 741 Mio. EUR kommen.

Upside bestünde aus Sicht der Analysten nur in dem unwahrscheinlichen Fall, dass ein alternatives Exit-Szenario zum Tragen komme, in dem TUI einem Investor einen Mehrheitsanteil anbieten könne (38,4% der TUI plus 11,7% von Albert Ballin). Der Exit aus der Schifffahrt würde TUI deutlich voran bringen, sowohl im Hinblick auf einen Abbau der Verschuldung als auch hinsichtlich einer klaren Fokussierung auf die Touristik. Die Bewertungseffekte würden hingegen aus Sicht der Analysten vielfach überschätzt.

Die Analysten hätten ihre Modelle angepasst und in das Geschäftsjahr 2013/14 fortgeschrieben. Hauptbelastungsfaktor für das EPS sei in ihrem Basisszenario die Finanzbeteiligung Hapag-Lloyd. Ihre Bewertung leiten die Analysten je hälftig aus ihrem Peer-Group-Modell (Fair Value 3,47 EUR) und ihrer Sum-of-the-parts (SOTP)-Analyse (Fair Value 4,83 EUR) ab. Die SOTP-Bewertung beinhalte einen Verkauf von Hapag-Lloyd zum Discount, was sie aus den aktuell schwierigen Marktbedingungen ableiten würden.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe senken das Kursziel von 5,50 EUR auf (gerundet) 4,20 EUR und stufen die TUI-Aktie von "halten" auf "verkaufen" herab. (Analyse vom 22.12.2011) (22.12.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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